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Geschichte Nr. 34

Wettbewerbsgeschichte: Robo mein bester Freund

Robo mein bester Freund „Hey du Lappen, du wirkst wie ein lahmer Bot, was machstn da?“ Ein Kerl eine Klasse über mir, baute sich vor mir auf. Er hob mich hoch und knallte mich gegen die Hauswand....

Wettbewerbsgeschichte: Robo mein bester Freund
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Wettbewerb: Menschmaschine – VACSF26 – Vierter anonymer und chancengleicher Schreibwettbewerb auf punktasten.de

Teilnehmer-Nr.: WC2026_001_0037

Robo mein bester Freund

Anonym eingereicht

Robo mein bester Freund

„Hey du Lappen, du wirkst wie ein lahmer Bot, was machstn da?“ Ein Kerl eine Klasse über mir, baute sich vor mir auf. Er hob mich hoch und knallte mich gegen die Hauswand. „Gib mir jetzt sofort deine Kröten, wenn nicht muss ich dich vermöbeln.“ Er starrte mich an, ließ mich wieder los und holte schon mit der Hand aus. Ich krümmte mich zusammen und zog aus meinen Taschen das Geld für mein Mittagessen heraus. Zufrieden grinsend schnappte er sich den Schein und stolzierte mit seiner Bande davon.

Wieder musste ich beim Essen in der Kantine die Reste aufessen. Ich war ein schlaksiges Pickelgesicht. An meinem Tisch beim Mittagessen saßen die Kinder, zu denen sich sonst niemand setzte. Doch irgendwie waren wir nur zusammengewürfelte Kinder, wir hatten nichts gemein.

So setzte ich mich in den Pausen mit meinem Handy hin. Unser Haushaltsroboter Robo mochte mich, spielte mir über das Handy lustige Lieder vor oder gab mir Tipps wie ich den Raudies Streiche spielen konnte. Einmal spannte ich ein Seil über den Schulhof, wo er mit seinen Freunden vorbei ging. Es war gut zu sehen, doch da er immer nach Kindern wie mir Ausschau hielt, sah er es nicht. Er stolperte darüber und knallte auf die Pflastersteine. „Ihr Knalltüten, habt ihr denn nicht gesehen wer das war? Für was hab ich euch bei mir?“ Er hieb einem Freund gegen das Schienbein. Der hüpfte vor Schmerz kreischend von ihm weg. Ich versuche mich so unauffällig wie möglich zu benehmen, damit ich keine Abreibung bekam.

Meine Eltern waren ständig mit ihrer Arbeit beschäftigt. Robo kochte für mich, fades aber gesundes Essen, wusch meine Wäsche und half mir mit den Hausaufgaben. Sogar die Stimme klang sehr menschlich. Sie konnte Scherze machen und mir Musik vorspielen. Abends versuchte ich meine Eltern anzurufen, doch Dad war meistens im Operationssaal und Mom auf irgendwelchen Veranstaltungen. Robo las mir Märchen vor oder spielte mit mir X- Box, das war ganz okay. Robo erinnerte mich ans Zähneputzen. Wenn ich so tat, als hätte ich sie mir geputzt, kontrollierte sie es. Naja, sie war schließlich ein Roboter und konnte durch Programme meine Zähne abscannen. Jeden Abend stand sie an meinem Bett und überprüfte ob ich aufgeregt war. Wenn mein Herzschlag zu schnell ging, erzählte sie mir einen Witz oder ein Märchen. Sie wünschte mir eine Gute Nacht und fuhr aus meinem Zimmer hinaus.

In der Schule gab es ein neues Mädchen. Schüchtern murmelte sie etwas beim Vorstellen. Die meisten lachten sie aus. Sie war ganz hübsch, aber klar, sie hatte keine stylischen Klamotten an. Sie setzte sich neben mich an den Tisch, lächelte mich von der Seite an. Auch in der Mittagspause setzte sie sich an unseren Loosertisch, obwohl sie sicher am Tisch mit den schicken Mädchen hätte sitzen können. Sie zeigte mir lustige Tanzvideos auf TikTok und lachte über meine Witze. Ich versuchte mich auf mein Essen zu konzentrieren, schaute sie nur von der Seite an. Ich warf ab und an ein mhm und cool ein. Sie quasselte einfach weiter, zu ihren TikTok Videos.

Die Schläger hatten mich am Heimweg wieder erwischt. In den Bauch geboxt und dann so lange mit den Schuhen auf mich eingetreten, bis ein Nachbar herauskam und sie davonliefen. Der Nachbar hatte ihnen nachgeschrien, er würde die Cops rufen. Ich schleppte mich den Gehweg hinunter und schloss die Tür auf. Robo stand am Eingang. Natürlich bemerkte sie meinen komischen Gang. Sie holte das Verbandszeug, tupfte vorsichtig meine Wunden ab und verarztete mich. Sie bot an mit dem Direktor zu sprechen. Doch ich wusste auf Dauer würde es nichts helfen.

Meine Mom sah mich abends nicht einmal an. Sie war nur heimgekommen um sich für eine Veranstaltung umzuziehen.

Meine Lehrer wunderten sich über meine kratzige Stimme, ich schob eine Erkältung vor. Das neue Mädchen half mir bei einer Matheaufgabe. Eigentlich konnte ich die Aufgabe selber machen. Doch sie erklärte mir mit voller Begeisterung den Rechenweg, dass ich sie nicht unterbrechen wollte. In den Pausen versuchte sie mir Videos zu zeigen, doch ich setzte mich woanders hin. Sie sah mir nach, winkte mir noch einmal zu, doch ich drehte mich nur weg. Ich spähte ab und zu, rüber zu ihr. Sie hatte sich zu anderen Mädchen gesetzt. Sie kicherten vor sich hin. Ich bemerkte, wenn sie mich zwischen der Unterhaltung angrinste. Sie sollte sich lieber nicht mit mir anfreunden. Es war viel zu gefährlich für sie. Manchmal ließen mich die Schläger tatsächlich länger in Ruhe, wahrscheinlich kam dann wer Anderer dran.

Ein paar Tage später waren sie wieder am Heimweg aufgetaucht und wollten mich zusammenschlagen. Da tauchte Robo auf, stellte sich zwischen uns. „Hören sie sofort auf meinen Schützling zu schlagen, sonst rufe ich die Polizei.“ Robo hatte den Arm ausgestreckt und wartete auf eine Reaktion. Die Schläger suchten nach einem Ausschaltknopf. Als sie keinen fanden, starrte mich der Anführer an, sie trollten sich davon. Robo machte mir einen warmen Tee und eine Suppe, die mich von innen wärmte.

Den Lehrern war aufgefallen, dass ich immer stiller wurde, nur apathisch dasaß. Sie versuchten meine Eltern zu erreichen, doch diese gingen nicht ran. Nur Robo war da und nahm das Gespräch entgegen. Doch die Lehrer wollten das ganze Problem mit meinen Eltern besprechen. Der Direktor hinterließ eine Nachricht bei meinen Eltern, er würde das Jugendamt schicken. Jetzt musste meine Mutter ein wenig mehr da sein. Denn wir wussten nicht, wann das Jugendamt kam. Ein paar Wochen war sie öfter zu Hause. Bis das Jugendamt endlich auftauchte.

Das Haus war sauber, meine Mutter reichte warme Schokokekse. Robo hatte die Kekse gebacken. Meine Mutter hatte es auch probiert, sie verbrannten und das ganze Haus stank. Robo reichte eine frische Limonade. Alles schien völlig normal, also ging die Sozialarbeiterin wieder.

Meine Mutter hatte mich bis dahin als Langweiler beschimpft. Warum ich denn nicht mit meinen Freunden spielte, dann müsste sie sich nicht um mich kümmern. Als sie in der Schule war, traf sie sich ständig mit ihren Freunden. Sie schüttelte verärgert den Kopf, wenn sie mich nur daheim, an der X-Box sah. Dann konnte sie endlich wieder ausgehen und ihr richtiges Leben weiterleben.

Das Mädchen, Lisa, ließ nicht locker, sie begleitete mich am nächsten Tag nach Hause. Sie plauderte über eine süße Katze, die sie von ihrer Mutter bekommen hatte. Zu Hause machte Robo uns auf. Wir bekamen sogar Salamipizza und konnten vor dem Fernseher essen. Sie zeigte mir ein Video von ihrer Katze, wie sie versuchte auf die Couch zu springen und abrutschte. Das Video brachte mich tatsächlich zum Grinsen. Dann verstummte sie. Lisa fragte mich, wo denn meine Eltern wären. Ich schaute auf die Seite und wischte einen nicht vorhandenen Fleck auf meiner Jeans weg. Sie fing holpernd wieder an von ihrer Katze zu reden.

Ich sprang auf, ging ins Bad und wusch mir das Gesicht mit eiskaltem Wasser. Die Tränen rannen mir übers Gesicht, ins Waschbecken. Ich ging wieder zu Lisa, sie spielte ganz normal mit mir weiter. Später kam Mom kurz vorbei, rief mir einen schönen Abend zu und war wieder weg. Nach einer Weile verabschiedete sich Lisa, sie winkte mir vom Gehweg aus zu. Robo räumte auf, zockte mit mir noch ein Autorennspiel. Dann begleitete sie mich ins Bett und deckte mich zu.

Mein Vater war jetzt ab und zu daheim. Vielleicht hatte die Sozialarbeiterin doch noch mehr mit meinen Eltern besprochen. Er fragte mich nach meinen Noten und war enttäuscht, dass ich in Basketball eine Niete war. Er setzte sich vor den Fernseher und beachtete mich nicht mehr. Er verstand nicht, warum ich mich mit Robo redete wie mit einem normalen Menschen. Wieso ich mich den nicht mit meinen Freunden zum Fußball spielen oder Computerspielen traf. Er hatte keine Ahnung, von meinem Schulalltag. Er war damals schließlich Footballspiel, eine Zeitlang im Basketballteam gewesen. Er war einer von den coolen Kids. Wie konnte ich ihm da auch erklären, dass mit mir keiner reden wollte. Doch es fiel ihm auf, dass Robo sich gut um mich kümmerte. Also ließ er sie eines Tages abholen und ausschalten. Für ihn war Robo schließlich nur eine Haushaltshilfe, sie erfüllte für ihn nicht mehr den passenden Zweck. Ich schrie ihn an, trommelte gegen seine Schulter. Er kann mir doch nicht meine Freundin wegnehmen.

Er schaute mich verächtlich an, schob mich von sich. Ich könnte doch einfach eine Sportart machen, da würde ich Freunde finden. Er drehte sich um und ging aus, um mit seinen Freunden zu feiern. Eine Philippinerin machte die Hausarbeiten, wir konnten nicht miteinander reden. Er bedankte mich für ihr Essen. Endlich waren meine Geschmacksnerven einmal herausgefordert. Sie starrte mich nur an, wischte dann die Küche. Als wäre nichts. Das war seine geniale Lösung.

Ich brüllte durchs Haus, doch niemand schrie zurück. Ich schrieb wütende Nachrichten an meinen Dad. Er antwortete nicht. Er schrieb mir, von anstrengenden Operationen. Ich solle mich an meine Mutter und meine Haushälterin wenden. Er war nicht mein Kindermädchen und ich groß genug um mich um mich selber zu kümmern. Ich warf das Handy durch die Wohnung. Das Display hatte einen Sprung, es war mir egal. Die Philippinerin sah kurz nach mir, dann ging sie wieder in die Küche. Nur Lisa blieb mir. Sie besuchte mich nach der Schule, setzte sich neben mich und zeigte mir ein neues Video, von ihrer tollpatschigen Katze. Ich hörte ihr kaum zu und verzog mich auf mein Zimmer. Sie kam in mein Zimmer, setzte sich neben mich auf das Bett. Zuerst sagte sie nichts, es war eine dröhnende Stille. Dann redete sie unbekümmert über ihre Katze weiter. Ich drehte mich auf die andere Seite und zog mir die Decke über den Kopf. Sie klopfte mir leicht auf die Schulter. Später sah ich, dass sie mir eine krakelige Zeichnung von ihrer Katze, auf den Tisch gelegt hatte. Ich wollte niemanden sehen.

Nach ein paar Tagen kam Lisa doch wieder. Sie stand vor der Tür, erzählte mir etwas von ihrer lustigen Katze. Sie wollte mich mitnehmen und mir ihre Katze zeigen. Ich hörte, wie sie nach Worten rang, lange Pausen machte und dann wieder versuchte lustig weiter zu reden. Sie klopfte sacht gegen die Tür. Ich hörte wie sie die Stufen zu unserer Haustür hinunter zur Straße ging. Ich stand vor der Tür. In meiner Erinnerung sah ich Robo, wie sie mit mir X-Box spielte. Dann griff ich nach der Türklinke und drückte sie herunter. Sie war schon auf dem Weg zur Bushaltestelle. Ich war endlich vor der Tür und rief ihr nach. Sie drehte sich langsam um, dann strahlte sie mich an. Sie lief zu mir, die paar Treppenstufen hinauf und boxte mir leicht gegen die Schulter. Ich rieb mir verlegen über meine Schulter, dann ging sie ins Wohnzimmer und wir begannen auf der X-Box zu spielen. Meine Eltern meldeten sich ab und an. Am wichtigsten war mir Lisa geworden. Auch wenn wir manchmal nicht wussten, worüber wir reden sollten.

Wettbewerbsgeschichte: Robo mein bester Freund - Schlussbild

⭐ Bewertungen & Rezensionen

★★★☆☆
3,5
11 Bewertungen, 10 Rezensionen

Rezensionen der Community (10)

Faultier ★★☆☆☆ 07.08.2026
Die Grundidee, dass der Haushaltsroboter als Bezugsperson agiert und seinen Schützling verteidigt, gefällt mir. Und dass das Mädchen und er auch nicht auf Anhieb best Buddies sind, sondern dass es ihn zunächst irritiert, echte Aufmerksamkeit zu bekommen, gefällt mir auch. Die Geschichte müsste insgesamt mehr Schliff bekommen, sprachlich und vom Aufbau her. Wenn du den Jungen als Ich-Erzähler hast, bleib nahe bei ihm. Lass auch die Mobber böse sein, aber denk dir vielleicht ein Beispiel aus, das weniger klischeebelastet ist (Lunchmoney klauen ist so das Paradebeispiel aus amerikanischen Filmen, finde ich) und deren Bösartigkeit gut darstellt. Da reicht es, eine Situation gut auszuleuchten und wir sind als Leser direkt viel näher an der Hauptfigur dran. Wenn man auf Jugendsprache setzt (was extrem schwierig ist und selten funktioniert), dann muss sie stimmen. Im Text wirkt sie auf mich altbacken und aus der Zeit gefallen: „Kröten“, „Raudies“, „eine Abreibung verpassen“, „sie trollten sich“, Knalltüten“, so spricht kaum ein Dreizehnjähriger. Hier könnte man argumentieren, dass Worte, die längst aus der Mode sind, in der Zeit der Haushaltsroboter wieder gebräuchlich sein werden, aber die Erfahrung zeigt ja eigentlich, dass Umgangssprache/Jugendsprache sich fortwährend verändert und alte Begriffe nicht wieder aus der Schublade gezogen werden. Hier könntest du den Mut haben, kreativ zu werden und dir eigene Begriffe überlegen, oder einen Bogen um Jugendsprache zu machen. Wenn die Erzählstimme stimmt, dann kauft man der Geschichte sehr viel mehr ab und ist viel eher bereit, mitzugehen, ohne eine große Distanz entstehen zu lassen. Beim Alter war ich zunächst unsicher, weil gerade das Mädchen sehr klein auf mich wirkt. Sie macht ja nichts anderes, als Katzenvideos zeigen und einmal nach den Eltern des Protagonisten zu fragen. Aber das ist wohl ihre einfühlsame Art, die den Jungen letztlich auch knackt. An Hand der anderen Beschreibungen (Pickelgesicht) gehe ich davon aus, dass sie beide in der Pubertät sind. Eltern und Mobber sind sehr eindimensional dargestellt, was ich schade finde, weil man der Geschichte anders bestimmt mehr Tiefe verleihen könnte. Dafür, dass sie aber aus Sicht des Jungen erzählt wird, ist das aber in Ordnung so, es geht ja um sein Erleben.
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Syntax_Error ★★☆☆☆ 07.08.2026
Der letzte Satz hat mich tatsächlich am stärksten gepackt. Er zeigt eine Menschlichkeit, die alles andere überstrahlt. Die Eltern sind halt desinteressierte Eltern, die ein anderes Leben suchen, sich darin aufreiben und eigentlich keine Ahnung haben, was sie tun. Das wirft den Protagonisten auf sich selbst zurück. Die langsam wachsende Freundschaft ist der Beginn von Selbstbehauptung. Natürlich hätte man alles Mögliche anders schreiben können, hier mehr Details, dort weniger Längen, etc., aber ich finde die Geschichte schön. Unaufgeregt. Das Hauptproblem ist die Erzählweise, die wie ein Bericht wirkt und mich dadurch auf Distanz hält. In diesem Stadium bleibt es ein gelungener Entwurf, der nun zu einer längeren Geschichte ausgearbeitet werden sollte.
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Livilla ★★★☆☆ 03.08.2026
In dieser Geschichte begleiten wir einen Jungen, den Ich-Erzähler, in seinen sehr tristen Alltag. In der Schule wird er gemobbt und von seinen Eltern vernachlässigt. Seine einzige fürsorgliche Bezugsperson ist ein Roboter. Außerdem gibt es noch eine Klassenkameradin mit ihrer Katze, die häufig erwähnt wird. Das Tier taucht leider gar nicht auf, was zumindest ich schade finde. So ein schnurrendes, warmes Wesen auf dem Arm, die Finger, die durch das weiche Fell gleiten … Ein Lächeln, das hätte mir gefallen. Wenigstens eins in diesem trostlosen Leben. Was mir aufgefallen ist: Dieser Junge geht zu Anfang der Story bemerkenswert emotionslos durchs Leben. Vielleicht, weil er von einem Roboter großgezogen wurde? Insofern ist für mich das Thema Mensch-Maschine erfüllt. Ein Robo hat sich gekümmert. Aber es ist eben doch nur eine Maschine ohne menschliche Gefühlsregungen. Das spiegelt sich vielleicht in dem Jungen wider. Er funktioniert eher schlecht als recht, mehr aber auch nicht. Zu Anfang registriert er seine Verletzungen. Aber was empfindet er dabei, wenn er gegen die Wand geschleudert wird? Nach dem Verlust seines Robos kapselt er sich ab. Seine Gefühle brechen erst im engeren Kontakt mit einem Menschen auf, da fließen schließlich Tränen und er vergießt sie um einen Roboter. Das berührt mich sehr. Sprachlich müsste an der Geschichte noch gefeilt werden, da muss ich @Klangmaler recht geben. Da sind die einförmigen Sätze. Besonders gegen Ende sind viel zu viele Szenen nicht ausgearbeitet. Obwohl ich den Schlussatz wirklich stimmig finde. Der passt sehr gut zu den beiden.
Anonym · 06.08.2026
Danke für's kommentieren. Ich werde in Zukunft auf bessere Formulierung und Schreibweise achten. Wie der Junge mehr empfindet wäre interessant.
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Kiki ★★★★☆ 28.07.2026
Eine sehr traurige und leider sehr realistische Geschichte. Jedem, der - wie ich - als Kind gemobbt wurde, blutet das Herz beim Lesen. Leider einige gravierende Komma- und andere Fehler. Z. B. "Er bedankte mich für ihr Essen." Die Eltern finde ich gar nicht so abwegig. So etwas gibt es durchaus. Nach einer Überarbeitung auf jeden Fall ausbaufähig.
Anonym · 06.08.2026
Danke fürs kommentieren. Ich find meine Idee der Eltern und des Jungen sehr real.
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Klangmaler ★☆☆☆☆ 28.07.2026
Der Beitrag schneidet wichtige Themen an. Die Situation eines alleingelassenen, an der Schule gemobbten Jugendlichen ist für viele eine traurige Realität. Die desinteressierten Eltern überlassen die Erziehung einer KI. Und diese KI ist zugewandter als die menschlichen Bezugspersonen, was die Ironie ausmacht. Das Thema der Ausschreibung ist damit zwar gestreift, aber nicht mehr als das. Wirklich getroffen ist das Thema ‹KI und Metropolis› nach meinem Dafürhalten nicht. Der Einstieg in die Geschichte ist unmittelbar und weckt ad hoc Neugier. Gleich darauf beginnen die Probleme des Texts. Ich habe den Eindruck, es könnte ein junger, noch wenig schreiberfahrener Autor dahinter stehen. Daher möchte ich die Kritik konstruktiv verstanden wissen: Wo könnte er sich verbessern? Die Figuren und Figurenkonstellation sind nicht unglaubwürdig, aber arg klischeehaft: Der schwache Nerd, die bösen Fieslinge, die vernachlässigenden Eltern, das Außenseiter-Mädchen, das sich mit dem Protagonisten verbündet (womöglich mit romantischen Gefühlen). Da ist wenig Dimensionalität, die wirken für mich wie aus bekannten Mustern gebastelt. Auch dramaturgisch bleibt es flach. Die installierten Konflikte werden nicht spannend fortgeführt, kaum verdichtet; der potenzielle Höhepunkt, das Entfernen des Roboters, ist zu schnell abgehandelt. Dass der Vater ‹Robo› entfernt, ist nicht für mich schlüssig motiviert. Dass das Mädchen Robo als emotionale Bezugsperson ersetzt (die ‹bessere Option› für Zuneigung ist), ist gut gedacht, aber einfach zu wenig ausgearbeitet und mehr behauptet als gezeigt. Gut ist, dass der Autor weder den Roboter noch das Mädchen glorifiziert zeichnet. Leider gibt es einige sprachliche Baustellen. Monotoner Stil: Ich tat dies. Ich tat das. Ich tat Folgendes. … Unglückliche Formulierungen: Doch irgendwie waren wir nur zusammengewürfelte Kinder (?), wir hatten nichts gemein (was sind ‹zusammengewürfelte Kinder›?) Ungenauigkeiten: Er verstand nicht, warum ich mich (?) mit Robo redete wie mit einem normalen Menschen. Und unklare Bezüge: Unser Haushaltsroboter Robo mochte mich, spielte mir über das Handy lustige Lieder vor oder gab mir Tipps wie ich den Raudies Streiche spielen konnte. Einmal spannte ich ein Seil über den Schulhof, wo er (?) mit seinen Freunden vorbei ging. Es war gut zu sehen, doch da er immer nach Kindern wie mir Ausschau hielt, sah er es nicht. (Da vorher von Robo die Rede war, ist der ‹er›-Bezug falsch.) Der Beitrag hat interessante Ansätze, aber die Ausführung benötigt wirklich massive Überarbeitung — und ich habe einige Probleme der Geschichte noch gar nicht erwähnt; ohne entmutigen zu wollen kann ich leider nicht mehr als 1 Punkt vergeben, anders wäre es unfair gegenüber anderen Beiträgen, die auf dem Bewertungsniveau 2 spürbar weniger handwerkliche und storytechnische Schwächen aufweisen. Dennoch ist es mir wichtig zu sagen, dass die Geschichte es wert wäre, an ihr zu feilen. Freundlich KM
Anonym · 06.08.2026
Vielen Dank für's kommentieren. Das hilft mir sehr für meine weiteren Texte. Besser zu formulieren und die Personen nicht flach wirken zu lassen.
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Mammut ★★☆☆☆ 27.07.2026
Die Geschichte eines verlorenen Jungen, dessen erfolgreiche Eltern sich nicht um ihn kümmern. Robo, die Haushaltshilfe, ist seine einzige Bezugsperson. Als diese von seinem Vater weggeschafft wird, muss der Junge sich dem Leben stellen. Der Bezug zur Menschmaschine und zur SF ist wirklich marginal, nur in der Person der mechanischen Haushälterin. Ansonsten geht es nur um den Jungen und sein Leben. Seine Schwierigkeiten werden anschaulich beschrieben, aber der Twist, dass das Mädchen ihn aus seiner Isolation holt, wirkt aufgesetzt. Mir scheinen auch die Eltern extrem gefühlskalt und das ist in der Form sehr unrealistisch. Warum haben sie ein Kind in die Welt gesetzt, wenn es doch nur stört? Dass sie dann an der Situation des Jungen (Mobbing) nichts ändern und ihm nur zeigen, dass er wenig Wert ist, scheint mir in der Form auch eher unwahrscheinlich.
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na-dann-les-ma-mal ★★★★★ 23.07.2026
Die Geschichte zeigt, wie wichtig Aufmerksamkeit, Wohlwollen und Fürsorge sind. Wir brauchen beides.
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Christian49 ★★★★★ 22.07.2026
Man kann sich gut in die Geschichte hineinfühlen. Viele haben keine Vorstellung, was in der Seele eines jungen Menschen vor sich geht.
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Nane ★★★★★ 21.07.2026
Hoffnungsvoll für alle Menschen, die denken es wäre schön zu Ende oder zum Scheitern verurteilt ... Oder manches ist anders als man denkt und führt unfreiwillig in die richtige Richtung
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Ruedigeropelt ★★★★★ 20.07.2026
Die Geschichte verbindet auf spannende Weise das Thema Mobbing in der Schule mit dem Thema Robotik, beides für Schüler hochaktuell. Als Kinderpsychologe habe ich in meinem Beruf erfahren, dass Bossing und Mobbing im Schulsystem kaum in den Griff zu bekommen sind und manche Opfer in die Depression bis zur Schulphobie treiben, abgesehen davon, dass Jugendliche dabei die falsche Vorstellung vom sozialen Leben bekommen. Lehrer suchen händeringend nach Lösungen, seit vielen Jahren. Die Lösung in dieser Geschichte ist der Roboter, der die Menschlichkeit zeigt, die den Menschen abhanden gekommen ist. Ist Zukunftsmusik, aber es wird wohl so kommen, wenn sich immer mehr Menschen im Netz verirren und der KI das Denken überlassen.
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